Technik

D-TUBS

Der Modellballon D-TUBS hat ein Volumen von 80m³ und wurde nach der Hüllenberechnungs- Formel
von W. Horr gebaut. Für die Planung, den Zuschnitt, das Nähen der Hülle sowie das Flechten des Korbes,
den Bau des Brennergestells und der Technik haben wir ca. 400 Stunden benötigt.

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Die Hülle

Die Ballonhülle besteht aus 24 Bahnen von je 7,80 Meter Länge. Sie hat ein Durchmesser von 5,34 Meter
und eine Gesamthöhe von 7,45 Meter. Der Öffnungsradius beträgt 62 cm.
Das Material ist ein Rip-Stop-Gewebe (zitronengelb / rot). Die Hüllenöffnung und Scoop (Windschürze)
wurden aus feuerfestem Nomex gefertigt. Bei der Nahttechnik haben wir uns für Kappnähte entschieden.

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Der Korb

Unser Modellballonkorb wurde aus Peddigrohr geflochten. Der Boden besteht aus einer
35 x 30 cm Sperrholzplatte, sie wurde später mit einer Filzplatte verklebt. 42 Peddigrohrstäbe
mit einem Durchmesser von 5mm und 4 Gewindestangen M5 bilden das Grundgerüst des Flechtwerks.
Die Seitenwände des Korbes wurden mit 2,3mm dickem Peddig geflochten.
Die Ecken erhielten eine Aussparrung für die Gasflaschengurte. Als Abschlusskante dient Isoliermaterial,
dieses wurde mit Leder überzogen.

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Die Technik

Bei der Gasanlage haben wir uns für das Heinzelsystem entschieden. 4 Gasbehälter mit je 1.09 ltr.,
wovon ein Gasbehälter mit einem Anschluss für den Pilotbrenner ausgerüstet ist.
Sie sind mit einem Weichkupferrohr Ø 4 x 0,75 untereinander verbunden. Die Regelung läuft über
ein 2/2-Wege-MINI-Magnetventil für den Hauptbrenner und ein MINI-3/2-Wege-Magnetventil für
den Pilotbrenner. Die Steuerbox mit ihrer Technik, sorgt dafür, dass der Ballon über die Fernsteuerung
auf und ab, steuerbar ist. Unser Ballon schwebte in der Testphase ca. 60 Minuten in der Luft.
Die Fernsteuerung vom Typ Spektrum DX5e, mit ihrer 2,4 GHz ist eine sichere und ideale Einsteigeranlage.
Der Hauptbrenner (Einzelbrenner) ist ein Eigenbau von Josef Balzen.
Das Edelstahl Brennergestell wurde mit 4 Gewindestangen M5 am Korb verbunden
und mit Leder überzogenes Isoliermaterial ummantelt. Das Ausklinkmodul zum Seil und Markenabwurf
befindet sich an der Rückseite des Steuerkastens.

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Das Aufrüstgebläse

Unser Aufrüstgebläse ist eine Eigenvariante, bestehend aus einem Hackenporsche (Einkaufstrolli),
den Motor einer Motorsense, einem alten Ventilatorgehäuse, einer linksdrehenden Luftschraube
und einem Feuerlöscher. Die Propellerleistung bzw. die Drehzahl des Motors, ist mechanisch stufenlos einstellbar.
Um den am Boden liegenden Ballon mit Luft zu füllen, ist ein Aufrüstgebläse nötig. Mit ihm wird
die ausgelegte Ballonhülle kalt angeblasen. Dabei wird das Gebläse so platziert, dass der Luftstrahl
die ganze Hüllenöffnung abdeckt und so einen Staudruck erzeugt. Nachdem die Ballonhülle mit kalter Luft
gefüllt ist, wird der Brenner gezündet und so lange befeuert, bis sich der Ballon aufstellt.

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Wohin der Ballon fährt, bestimmt nur der Wind. Die Kunst des Ballonfahrens besteht darin,
die Windströmungen in den verschiedenen Höhen so auszunutzen, dass der Ballon in die gewünschte Richtung fährt.
Der Pilot muss seinem Ballon immer nachlaufen !!!
( Deswegen Modellballonsport… :) )